Historie

Am 18. August 2011 feiert das Werk Frankenthal des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer AG (KBA) mit Stammsitz in Würzburg das 150-jährige Bestehen.

Im Jahr 1861 gründet der ehemalige Werkmeister bei Koenig & Bauer, Andreas Albert und sein Kompagnon Andreas Hamm im pfälzischen Frankenthal die Schnellpressenfabrik Albert & Hamm. Aus dieser entsteht später die Albert-Frankenthal AG, die seit 1990 wieder komplett zu Koenig & Bauer gehört.

Noch heute sprechen die Menschen rund um Frankenthal und die Tiefdrucker in aller Welt oft von „Albert“, wenn sie das Druckmaschinenwerk inmitten der Stadt meinen.

1899: Die Schnellpressenfabrik Albert & Cie. liefert die 5.000te Druckmaschine.

1922: Das Druckmaschinenwerk in Frankenthal beginnt schon relativ früh mit dem Bau von Rollenoffsetmaschinen.

1971: Das Unternehmen ändert seinen Namen in Albert-Frankenthal AG. Neben Tiefdruckrotationen werden Offsetrotationen für den Zeitungs- und Akzidenzdruck in Frankenthal gebaut

1978: Die Koenig & Bauer AG in Würzburg erwirbt vom Land Rheinland-Pfalz eine Beteiligung von 49,9 % an der Albert-Frankenthal AG, die 1988 auf 74,99 % und 1990 auf 100 % erhöht wird.

1985: Das Werk Frankenthal liefert die erste über 3m breite Publikationstiefdruckmaschine TR 7B an Bauer Druck in Köln. In den Folgejahren wird der Illustrationstiefdruck mit immer breiteren Maschinen zu einer wesentlichen Säule des Geschäfts.

1990: Unter einem neuen gemeinsamen Logo treten Koenig & Bauer und Albert-Frankenthal zur Fachmesse drupa erstmals als Unternehmensgruppe Koenig & Bauer-Albert (kurz: KBA) auf. Koebau übernimmt die alleinige Verantwortung für Zeitungsrotationen, Albert für Akzidenzrotationen.

1995: Koenig & Bauer und Albert-Frankenthal fusionieren zur Koenig & Bauer-Albert AG als Muttergesellschaft der durch den Erwerb der Planeta-Druckmaschinenwerke in Radebeul stark gewachsenen KBA-Gruppe.

2003: Die seit 2001 anhaltende Konjunktur- und Werbekrise trifft KBA vor allem bei Rollendruckmaschinen. An den Rollen-Standorten Würzburg und Frankenthal wird ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm gestartet, Zweigwerke in Berlin und Kusel werden mangels Auslastung geschlossen.

2004: Das KBA-Werk Frankenthal liefert die weltweit erste Tiefdruckmaschine TR 12B mit 4,32m Papierbahnbreite an maul-belser in Nürnberg. Albert baut seine Weltmarktführung im Illustrationstiefdruck weiter aus. Bis zu zehn große Tiefdruckanlagen werden pro Jahr bei Kunden installiert.

2007: Die neuen Online-Medien verändern den Printmarkt. Großauflagen bei gedruckten Magazinen und Katalogen als Tiefdruckdomäne werden zur Ausnahme. Der Markt für Tiefdruckrotationen bricht ein und ist für zwei Hersteller zu klein. KBA verkauft die Tiefdrucksparte an den italienischen Mitbewerber Cerutti.

2008: Finanzkrise und Medienwandel senken die Nachfrage bei Offsetmaschinen um mehr als die Hälfte. Wie alle Hersteller muss KBA in den Folgejahren die Kapazitäten auf einen deutlich geschrumpften Markt ausrichten. Die an allen KBA-Standorten notwendigen Personalanpassungen betreffen nach Wegfall des Tiefdrucks den Standort in der Pfalz stark und wurden in den Folgejahren umgesetzt.

2011: In einem schwierigen Branchenumfeld feiert das KBA-Werk Frankenthal mit einem Festakt am 15. Oktober sein 150-jähriges Bestehen.

Im Rahmen der Neuausrichtung der KBA-Gruppe entstehen am Standort Frankenthal zwei eigenständige Gesellschaften: Die Albert-Frankenthal GmbH und die KBA-FT Engineering GmbH.

Heute:

Die Albert-Frankenthal GmbH fertigt mit ihrem hochspezifischen Know-How Walzen und rotationssymetrische Bauteile in höchster Qualität und Termintreue. In Volllast produziert das Tochterunternehmen für die gesamte KBA-Gruppe sowie externe Industriezweige.

Die KBA-FT Engineering GmbH erbringt als spezialisierte Technologie-Gesellschaft High-End kundenindividuelle Ingenieurleistungen im Maschinen- und Anlagenbau. Im Rahmen der Digital-Strategie der KBA-Gruppe wird aktuell die Entwicklung der Rotationsstanze maßgeblich vorangetrieben.

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